Sie wollen niedrigere Zinsen nutzen und Ihre vielen Kleinkredite in einem Großen zusammenfassen? Eine gute Idee. Aber das geht nur unter der Voraussetzung, dass Ihre jeweiligen Kredite ablösbar sind. Dazu müssen Sie wissen, wann dies der Fall ist. Bei Immobiliardarlehen können Sie spätestens nach 10 Jahren mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, auch wenn die Zinsbindung noch länger läuft. Läuft die Zinsbindung früher aus, können Sie in der Regel schon dann umschulden. Ihre Bank wird Ihnen einen Anschlussvertrag anbieten, den Sie aber nicht annehmen müssen. Verbraucherdarlehen lassen sich grundsätzlich jederzeit vorzeitig zurückzahlen. Die Bank darf dafür allerdings eine gesetzlich begrenzte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Anders sieht es bei Krediten über eine Bausparkasse aus. Diese können in der Tilgungsphase in der Regel sofort abgelöst werden.
Ein Blick in Ihre Kreditunterlagen klärt, ob und wann eine Umschuldung möglich ist. Wichtig ist außerdem, dass Sie einen konkreten Überblick über die Darlehenssumme haben müssen. Nur so finden Sie den Kredit, der tatsächlich zu Ihren Bedürfnissen passt.